Offene Seminare (Büro für Migration/Interkultur/Vielfalt)

Seminar: Migration und Gesundheit

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und des öffentlichen Gesundheitswesens sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

Seminarziel:
Die Teilnehmenden werden für kulturell geprägte unterschiedliche Wahrnehmungen von Gesundheit und Krankheit sensibilisiert. Sie erfahren, dass Gesundheitsvorstellungen je nach Herkunft variieren können und die interkulturelle Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und Gesundheitspersonal von entscheidender Bedeutung für Diagnostik und Behandlung ist.

Seminarinhalt:
Machen Flucht und Migration krank? Gesundheitsvorstellungen an exemplarischen Beispielen. Religion als fördernder und hemmender Faktor in der Behandlung. Tipps zur  interkulturellen Verständigung im Gesundheitsbereich. Das Seminar lässt Raum für die Bearbeitung eigener Fragestellungen.

Dozentin:
Dr. Anne Dietrich

Seminar: Hintergrundwissen Syrien und Irak

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die mit Jugendlichen aus Syrien und dem Irak arbeiten, z.B. in der Jugendhilfe, der Sozialarbeit, in Schulen, in der Ausländerbehörde, in der Unterbringung von jungen Menschen aus den genannten Ländern.

Seminarziel:
Durch die vermittelten Hintergrundinformationen erhalten die Teilnehmer*innen eine größere Handlungssicherheit in der alltäglichen Arbeit mit jungen Menschen aus dem Irak und aus Syrien. Durch die Möglichkeit, gezielte Fragen aus dem eigenen Arbeitsalltag zu stellen, können Sachverhalte eingeordnet und ggf. Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Seminarinhalt:
Die Schulung „Aufwachsen im Schatten der Gewalt“ beschäftigt sich mit den Lebensbedingungen der Menschen im Nahen Osten, hauptsächlich in Syrien und im Irak. Den Rahmen bildet ein kurzer Einblick in die politische und gesellschaftliche Situation in den Herkunftsländern. Vor welchen Bedingungen fliehen die meist jungen Menschen? Welche Vorstellungen und Hoffnungen bringen sie mit? Was erleben sie auf ihrer Flucht und welche Bedeutung hat dies für ihr Leben in Deutschland und die Beratungsarbeit mit Ihnen? Durch welche Wertesysteme sind die Jugendlichen geprägt und welche Rolle spielen Familie, Peer Group Ehe und Freundschaften? Was bedeutet es, in einem politisch, ethnisch und religiös geprägten Konflikt aufzuwachsen und welche Auswirkungen kann dies auf das Leben in Deutschland haben? Im Seminar ist genügend Zeit für einen Erfahrungsaustausch und die Beantwortung der Fragen eingeplant.

Dozent:
Atran Youkhana

Seminar: Ausländerrechtliches Hintergrundwissen zur Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Zielgruppe:
Alle hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, die Geflüchtete als Kund*innen haben oder Interesse an ausländerrechtlichen Grundlagen für die arbeitsmarktliche Integration haben.

Seminarziel:
Ziel des Seminars ist die Vermittlung eines Überblicks über die unterschiedlichen Aufenthaltsstatus für Geflüchtete vom Asylantrag bis zur Niederlassungserlaubnis, den jeweiligen Zugängen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt und die damit verbundenen Herausforderungen für die Förderung im SGB III und SGB II. Dabei ist jederzeit Raum für Erfahrungsaustausch und Diskussion.

Seminarinhalt:
Die Teilnehmenden erwerben Sie über einen interaktiven Fachvortrag Wissen zu folgenden Themen:
Überblick über das Asylverfahren und die diversen daraus hervorgehenden Aufenthaltsstatus
Betrachtung der aufenthalts- und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen
Relevante Gesetzesänderungen für die arbeitsmarktliche Integration von Geflüchteten, für den Übergang Schule – Beruf – Ausbildung sowie während der dualen Ausbildung und des Studiums
BAB / BAföG / Förderung der Berufsausbildung / „Praktika“
Exemplarische Betrachtung der Schulungsinhalte anhand konkreter Fallbeispiele

Dozentin:
Sabine Reiter

Seminar: Straffälligkeit und Migrationshintergrund

Zielgruppe:
Fachpublikum (Pädagogik/Soziale Arbeit), die vorhandene Vorkenntnisse in Bezug auf Straffälligkeit und Migrationshintergrund aufzufrischen möchten.

Seminarziel:
Die Teilnehmenden haben Einblicke in den Zusammenhang zwischen Migration und Straffälligkeit bekommen; können statistische Aussagen besser einschätzen und differenziert betrachten.

Seminarinhalt:
Werden männliche Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund oft mit abweichendem oder gar straffälligem Verhalten auffällig? Liegt es dann in deren „Natur“ oder doch an
anderen Faktoren? Dieses Seminar richtet sich an ein Fachpublikum (Pädagogik/Soziale Arbeit), um vorhandene Vorkenntnisse in Bezug auf Straffälligkeit und Migrationshintergrund aufzufrischen. Dabei werden auch spezielle Aspekte wie kulturelle Normen (Familie, Ehre, Geld, Männlichkeit) vertieft und aus aktuellem Anlass der Aspekt des religiösen Extremismus
zusätzlich behandelt. Im Anschluss sollen in gemeinsamer Diskussion Ideen ausgetauscht werden, wie der Umgang auch mit den Familienangehörigen effektiver gestaltet werden kann.

Dozent:
Ulrich Auer

Seminar: Interkulturelle Kompetenz in der praktischen Anwendung

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte. Die vorherige Teilnahme an einem interkulturellen Grundlagenseminar wird vorausgesetzt.

Seminarziel:
Die praktische Anwendung der im interkulturellen Grundseminar gewonnenen Erkenntnisse.

Seminarinhalt:
Das Seminar gibt Raum, um über den konkreten Nutzen der besuchten interkulturellen Grundlagenseminare im eigenen Arbeitsbereich zu sprechen. Die eigenen Ziele (im Grundlagenseminar entwickelt) werden auf ihre Durchführbarkeit überprüft, Barrieren und Stolpersteine identifiziert. Kollegiale Beratung wird ebenso gefördert, wie weitere Aufbaumodule interkultureller Verständigung angeboten.

Dozentin:
Dr. Margret Spohn

Seminar: Hintergrundwissen Türkei

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die mit Menschen zu tun haben, die selbst oder deren Vorfahren aus der Türkei zugewandert sind.

Seminarziel:
Die Teilnehmenden bekommen Einblicke in die religiöse und ethnische Zusammensetzung der Türkei. Sie erfahren welche Bedeutung dies auch in der Migration und für das heutige
Zusammenleben und die beratende Praxis hat. Ein Einblick in die Migrationsgeschichte und die verschiedenen Phasen der Integration erleichtern das Verständnis für die unterschiedlichsten Einwanderungsgruppen aus der Türkei.

Seminarinhalt:
Der Seminaraufbau orientiert sich an den Interessen der Teilnehmenden und an den Fragen, die diese aus ihrem Arbeitsalltag mitbringen. Die Fragen können die Geschichte, die Religion, Fragen zu ethnischen und religiösen Gruppen; Studien zu Erziehung, Bildung, etc. umfassen.

Dozentin:
Dr. Margret Spohn

Seminar: Migration und Trauma

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen zu tun haben, die aufgrund ihrer Flucht- und Migrationsgeschichte an einem Trauma leiden könnten, z.B. in Jugendämtern, Ausländerbehörde, Unterkünften, Kindergärten, Schulen.

Seminarziel:
Besseres Verständnis für Reaktionen und Symptome Betroffener. Klares Erkennen und Unterscheiden von Trauma sowie Belastungsstörungen. Umgang und Vermittlung.

Seminarinhalt:
Diese Fortbildung will Einblicke, Informationen und Praxisbezug zur Arbeit mit muslimischen Familien geben. Themen, wie Bindung und Trauma werden ausgewählt dazu beleuchtet. So ist z.B. die Bindungsentwicklung durch vielfältige Einflüsse, wie Trauma, störbar. Die Eingewöhnung in Kindergarten und Schule kann emotional beladen sein; fremde Menschen, fremde  Räume, fremder Alltag. Die feinfühlige Reaktion auf Signale der Angst, die durch Trennung, Schmerz und Gefahr entstehen kann, setzt eine emotional verfügbare Bindungsperson  voraus. So ist pädagogisches Personal zunehmend konfrontiert, dass Kinder unter früheren oder andauernden traumatischen Erfahrungen leiden. Die Fortbildung soll dazu beitragen,  die Schwierigkeiten der Kinder einzuordnen und zu verstehen. Dies hat auch immer direkte Bezüge zu der aktiven Elternarbeit. Auch das Frauenbild im muslimischen Familiensystem soll Thema sein. Konkrete Fallbeispiele und das Aufzeigen verschiedener Interventionsmöglichkeiten in der Arbeit mit muslimischen Eltern sollen das Verständnis und die Kommunikationsmöglichkeiten im Alltag verbessern.

Dozentin:
Nurdan Kaya

Interkulturelles Grundlagenseminar

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die über den Erwerb von interkulturellen Kompetenzen sicherer im Alltag werden wollen.

Seminarziel:
Bewusstmachen und Reflexion der eigenen Einstellungen und Haltungen (was ist mein Standpunkt und wo sind die Unterschiede zu anderen Einstellungen)? Handlungssicherheit im Umgang mit kulturellen Unterschieden und Wertvorstellungen. Kulturelle Unterschiede erkennen und differenzieren, Entscheidungen für den Umgang damit treffen und unklare Situationen und kulturell bedingte Widersprüchlichkeiten aushalten. Transfer in die berufliche Praxis.

Seminarinhalt:
Wissensaufbau bezüglich kultureller Unterschiede (z.B. zu interkulturellen Kommunikationsformen). Geschichte der Migration und Integrationspolitik in Deutschland und die Auswirkungen auf den beruflichen Alltag. Genderaspekte im interkulturellen Kontext. Reflektion der eigenen Haltung und Hinterfragung von scheinbar Selbstverständlichem. Sensibilisierung für die Gefahr von Kulturalisierung und Ethnisierung. Kulturbedingtheit von Wahrnehmung und Kommunikation.

Dozentin:
Dr. Margret Spohn und n.n

Seminar: Wie wir wurden was wir sind…

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die sich mehr Klarheit über die Entwicklung der Stadt Augsburg zu einer vielkulturellen Stadt verschaffen wollen, insbesondere Mitarbeiter/innen in der Jugendhilfe, der Sozialarbeit, in Schulen, der Ausländerbehörde, der Stadtentwicklung, der Kulturarbeit, usw.

Seminarziel:
Die Teilnehmenden, die in ihren Arbeitsbereichen und im Privatleben mit den Realitäten unserer vielkulturellen Stadt konfrontiert sind, erhalten größere Handlungssicherheit weil sie die „großen Veränderungen“ besser einordnen können. Da auch konkrete Beispiele und persönliche Erfahrungen Seminarinhalt sind, ermöglicht dieses Wissen einen professionelleren Umgang mit den positiven wie negativen Realitäten einer vielkulturellen Stadt.

Seminarinhalt:
Die großen Veränderungen der Städte geschehen entlang der „Megatrends“ Demografie, Migration und Wertewandel. Die Augsburger Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend und unwiderruflich verändert. Die Stadtteile betrifft dies in unterschiedlicher Art und Weise. All dies ist nicht nur ein Ergebnis der Zuwanderung aus dem Ausland, sondern
auch der innerdeutschen Zu- und Abwanderungen. In diesem Seminar wollen wir anhand weniger Eckdaten der Entwicklung seit den 70er Jahren nachgehen und einen Ausblick auf die Zukunft wagen. Dabei werden wir auch die harten Fakten mit unseren persönlichen Erfahrungen konfrontieren und auf ihren Gehalt prüfen. Der Referent, Matthias Garte, war bis 2014 Koordinator der Fachstelle Integration im Referat Oberbürgermeister. Bis dahin betreute er bei der AIP die Sozialraumplanung.

Dozent:
Matthias Garte

Seminar: Migration und Trauma

Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter*innen der Stadt Augsburg und Interessierte, die in ihrer täglichen Arbeit mit Menschen zu tun haben, die aufgrund ihrer Flucht- und Migrationsgeschichte an einem Trauma leiden könnten, z.B. in Jugendämtern, Ausländerbehörde, Unterkünften, Kindergärten, Schulen.

Seminarziel:
Besseres Verständnis für Reaktionen und Symptome Betroffener. Klares Erkennen und Unterscheiden von Trauma sowie Belastungsstörungen. Umgang und Vermittlung.

Seminarinhalt:
Diese Fortbildung will Einblicke, Informationen und Praxisbezug zur Arbeit mit muslimischen Familien geben. Themen, wie Bindung und Trauma werden ausgewählt dazu beleuchtet. So ist z.B. die Bindungsentwicklung durch vielfältige Einflüsse, wie Trauma, störbar. Die Eingewöhnung in Kindergarten und Schule kann emotional beladen sein; fremde Menschen, fremde  Räume, fremder Alltag. Die feinfühlige Reaktion auf Signale der Angst, die durch Trennung, Schmerz und Gefahr entstehen kann, setzt eine emotional verfügbare Bindungsperson  voraus. So ist pädagogisches Personal zunehmend konfrontiert, dass Kinder unter früheren oder andauernden traumatischen Erfahrungen leiden. Die Fortbildung soll dazu beitragen,  die Schwierigkeiten der Kinder einzuordnen und zu verstehen. Dies hat auch immer direkte Bezüge zu der aktiven Elternarbeit. Auch das Frauenbild im muslimischen Familiensystem soll Thema sein. Konkrete Fallbeispiele und das Aufzeigen verschiedener Interventionsmöglichkeiten in der Arbeit mit muslimischen Eltern sollen das Verständnis und die Kommunikationsmöglichkeiten im Alltag verbessern.

Dozentin:
Nurdan Kaya