Veranstaltungen

netzwerk4A zu Besuch in der Ausländerbehörde

Etwa zehn Menschen stehen mit dem Rücken zur Kamera in einem Korridor; ein ihnen zugewandter Mann spricht

Rundgang durch die Augsburger Ausländerbehörde

Augsburg. Ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Flucht/Asyl des Projekts netzwerk4A besuchten am Donnerstag die Ausländerbehörde Augsburg. Im Rahmen der Fortbildungsreihe „EfA – Engagiert für Asylsuchende“ informierten sich die rund zwanzig Besucher*innen  über Zuständigkeiten und Aufgaben der städtischen Behörde. Sie ist Ansprechpartnerin für mehr als 66.000 Einwohner*innen in der Stadt Augsburg mit ausländischem Pass. 48 Mitarbeiter*innen bearbeiten alle Fragestellungen rund um das Thema Aufenthalt bis hin zur Einbürgerung.

Von besonderem Interesse war die Abgrenzung der Tätigkeiten zwischen der lokalen Ausländerbehörde und der Zentralen Ausländerbehörde Schwaben und die Frage, wann eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt wird und welche Funktion sie erfüllt. Darüber hinaus beantworteten Bernd Schneider, Leiter der Ausländerbehörde, und Michael Bayer, Team-Leiter Asyl, auch ganz praktische Fragen – etwa zu Wartezeiten, Gebühren oder für eine Niederlassungserlaubnis erforderliche Deutschkenntnisse.

Der Besuch in der Ausländerbehörde endete mit einem Rundgang durch die Räume des Teilbereichs Asyl. Die Gespräche zwischen Freiwilligen und der Ausländerbehörde Augsburg sollen in loser Folge fortgesetzt werden.

Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen: „Lassen Sie sich beraten“

Eine Hand an einer Kreissäge

Augsburg. Die zweite Veranstaltung der Seminarreihe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ hat am Mittwoch stattgefunden. Dr. Simon Goebel (Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH im Bayerischen Netzwerk „Beratung und Arbeitsmarktvermittlung für Flüchtlinge“ (BAVF II)) informierte im zib über den Zugang zu Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung.

Die 17 Teilnehmer*innen lernten, dass es stark vom Einzelfall abhängt, ob und unter welchen Bedingungen ein Flüchtling eine Beschäftigungserlaubnis erhält. Neben dem Aufenthaltsstatus können die bisherige Aufenthaltsdauer in Deutschland und das Herkunftsland eine wichtige Rolle spielen. Die Ausländerbehörden genehmigen Anträge auf Beschäftigungserlaubnis von Asylbewerber*innen aus Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien beispielsweise eher als Anträge von Asylbewerber*innen aus Senegal (so genanntes „sicheres Herkunftsland“). Bei Afghan*innen kann die Vorlage eines Passes zur Genehmigung führen.

Hinzu kommt die sogenannte Vorrangprüfung: Wenn ein Arbeitgeber einen Flüchtling mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung einstellen will, prüft die Agentur für Arbeit davor, ob an seiner Stelle eine aufenthaltsrechtlich besser gestellte Person den Job übernehmen könnte. Diese Prüfung gibt es längst nicht mehr in allen Bundesländern, auch in Bayern wurde sie vielerorts ausgesetzt. In Augsburg wird sie aber nach wie vor durchgeführt.

Mit dem Integrationsgesetz wurde wiederum eine besondere Möglichkeit für Geduldete geschaffen, um eine Ausbildung abschließen zu können (Ausbildungsduldung in der sogenannten „3+2-Regelung“). Diese „wurde vom bayerischen Innenministerium jedoch weitgehend ad absurdum geführt“, kritisierte Simon Goebel. Lediglich für Asylbewerber*innen, die sich bereits in einer Ausbildung befinden und dann einen ablehnenden Asylbescheid erhalten, wird eine Ausbildungsduldung unter bestimmten Bedingungen gewährt. Wer diese Erlaubnis erhält, darf im Anschluss an die Ausbildung zwei weitere Jahre mit einer Aufenthaltserlaubnis im Betrieb arbeiten.

Weil das Themengebiet schwer zu überschauen ist, sprach Simon Goebel eine klare Empfehlung an die Anwesenden aus: „Am besten lassen Sie sich im Projekt BAVF beraten.“ Der Referent empfahl außerdem eine Tabelle auf der Website einwanderer.net. Sie zeigt an, in welchen Fällen Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung, die ein Praktikum machen möchten, eine Arbeitserlaubnis der Ausländerbehörde oder eine Zustimmung der Arbeitsagentur benötigen.

Vorbild der Seminarreihe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ ist das gleichnamige Konzept des Projektes MigraNet. Der nächste Vortrag der Reihe findet am kommenden Mittwoch statt. El Mostafa Sghir von MigraNet wird dann über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen informieren.

Start der Seminarreihe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“

Über 20 Menschen sitzen an in U-Form aufgestellten Tischen, am Ende des Raumes steht eine Frau

Augsburg. Der erste Vortrag in der Seminarreihe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ war äußerst gut besucht: 25 Teilnehmer*innen kamen am Mittwoch zur Veranstaltung mit Dr. Simon Goebel. Der Referent der Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH im Bayerischen Netzwerk „Beratung und Arbeitsmarktvermittlung für Flüchtlinge“ (BAVF II) informierte über ausländerrechtlich relevante Gesetze und Verordnungen, weltweite Flüchtlingszahlen, Asylentscheidungen und Aufenthaltsstatus.

„Die vielen Fragen der Teilnehmer haben gezeigt, wie groß der Informationsbedarf in diesem Bereich derzeit ist“, sagte Margot Laun, Freiwilligenkoordinatorin im netzwerk4A. Der nächste Vortrag der Seminarreihe findet am kommenden Mittwoch statt. Dr. Goebel wird dann über den Zugang zu Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung informieren. Vorbild der Seminarreihe ist das Konzept Arbeitsmarktmigration von Geflüchteten des Projektes MigraNet.

Gesucht: Unterstützer*innen in der Nachmittagsbetreuung in der GU Berliner Allee

Augsburg. Zum Aufbau einer Nachmittagsbetreuung in der Familienunterkunft/Gemeinschaftsunterkunft (GU) Berliner Allee suchen wir ehrenamtliche Unterstützer*innen! Ihr Engagement umfasst 2 bis 2,5 Stunden an einem Tag der Woche während der Schulzeiten. Schwerpunkt ist die Unterstützung der Flüchtlingskinder bei den Hausaufgaben. Während der Ferienzeiten planen und unterstützen Sie Freizeitaktionen entsprechend Ihrer Interessen und Möglichkeiten.

Wissenswertes und Praktisches erfahren Sie unverbindlich am Informationsabend zum Aufbau einer Nachmittagsbetreuung in der GU Berliner Allee am Donnerstag, 12.04.18, um 18:00 Uhr im Gemeindesaal St. Andreas, Eichendorffstraße 41, 86161 Augsburg.

Update: Für Interessierte findet am 26. April, 18 Uhr ein zweiter Informationsabend statt!

Hintergrund:
Im Juli 2017 wurde damit begonnen, die Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee zu belegen. Aktuell leben dort 92 Personen aus 13 Nationen, u.a. aus Syrien, Iran, Irak, Pakistan sowie Nigeria, Sierra Leone, Aserbaidschan, Armenien und Russland. Die Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee, ist eine Familienunterkunft, ca. 30% der Bewohner*innen sind Kinder. Zurzeit  leben 20 Schulkinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren in der Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee, aber nicht jedes Kind hat einen Platz in bereits etablierten Nachmittagsangeboten gefunden.

Daher soll vor Ort eine Nachmittagsbetreuung zur individuellen Unterstützung bei Hausaufgaben aufgebaut werden. Das Diakonische Werk Augsburg kann hierbei auf eine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Begleitung und Betreuung von Schulkindern aus Flüchtlingsfamilien zurückblicken. Im Rahmen des Projekts netzwerk4A bietet das Diakonische Werk Augsburg derzeit in vier Familienunterkünften Nachmittagsbetreuung an.

Kontakt:
Alicia Hagins, Asylsozialberatung GU Berliner Allee, Diakonisches Werk Augsburg e.V.
Tel (01 73) 2 18 00 20, Mail hagins.a[at]diakonie-augsburg[punkt]de

Seminarreihe „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“

Ein bunter Schriftzug: Die Buchstaben des Wortes "Integration" bilden gemeinsam einen KreisAugsburg. Über die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten informieren Referent*innen von Tür an Tür auf Einladung des Projekts netzwerk4A an vier Mittwochen ab 11. April, jeweils von 18:00 bis 19:30 Uhr im zib. Zentrum für interkulturelle Beratung (Rückgebäude), Wertachstr. 29.

Die Seminarreihe für freiwillig Engagierte umfasst die Themen des Arbeitsmarktzugangs, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen, der Sprachförderung und aktueller Änderungen des Asylrechts:

Jeder Seminarabend besteht aus einem Vortrag der Referent*innen und Zeit für Ihre Fragen. Um mit den Referent*innen und untereinander gut ins Gespräch zu kommen, ist die Teilnehmer*innen-Zahl auf 20 Personen beschränkt.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine formlose, aber verbindliche Anmeldung unter margot.laun[at]tuerantuer[punkt]de erforderlich (Anm.: Eine Anmeldebestätigung erhalten Sie ab kommenden Samstag, 07.04.). Da die Seminarabende teilweise aufeinander aufbauen, möchten wir Sie bitten, sich nur dann anzumelden, wenn Sie an allen vier Seminarabenden teilnehmen werden.

ffIT-Computerkurse April bis Juli 2018 ausgebucht

Zwei Menschen sitzen nebeneinander hinter Laptops - ihre Köpfe sind nicht im Bild

Augsburg. Die ffIT-Computerkursreihe bei Tür an Tür ist ausgebucht. Zur Anmeldung am verngangenen Samstag kamen mehr Interessenten als erwartet. Die 20 verfügbaren Plätze waren schnell belegt.

Angelehnt an den EDV-Führerschein in Nordrhein-Westfalen und andere grundlegende Computerkurse führt das netztwerk4A gemeinsam mit der Tür an Tür – Digitalfabrik diese Kurse gemeinsam durch. Mit dem fit for IT-Kurs (kurz: ffIT) werden grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse am Computer, Smartphone und Umgang mit dem Internet geschult.

Der ffIT-Kurs besteht aus 8 Kursstunden á 90 Minuten und wird ab April 2018 an verschiedenen Samstagen von 10:00 – 11:30 Uhr im Café Tür an Tür in Augsburg durchgeführt. Der Kurs schließt mit einem ffIT-Führerschein ab.

ffIT: IT-Kurs für zugewanderte Menschen

ffiT-Schriftzug Augsburg. Angelehnt an den EDV-Führerschein in Nordrhein-Westfalen und andere grundlegende Computerkurse haben sich Tür an Tür und das netzwerk4A Gedanken gemacht, wie ein derartiges Format für neuzugewanderte Menschen aussehen kann. Mit dem fit for IT-Kurs (kurz: ffIT) haben wir eine Kursreihe ins Leben gerufen, die grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse am Computer, Smartphone und Umgang mit dem Internet schult.

Der ffIT-Kurs besteht aus 8 Kursstunden á 90 Minuten und wird ab April 2018 an verschiedenen Samstagen von 10:00 – 11:30 Uhr im Café Tür an Tür in Augsburg durchgeführt. Der Kurs schließt mit einem ffIT-Führerschein ab. Mindestsprachniveau ist A2/B1. Organisiert werden die Kurse von netzwerk4A, Tür an Tür – Digitalfabrik und Prof. Wolfgang Klüver.

Durchgeführt wird der ffIT-Kurs auf Chromebooks mit folgenden Schwerpunkten

  • Grundlagen Computerbenutzung
  • Grundlagen Internet & E-Mail
  • Textverarbeitung
  • Datenschutz und Sicherheit

Am Ende des Kurses können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Sprache übersetzen, das Internet verwenden, Kontakt aufnehmen (E-Mail), Bewerbungsunterlagen schreiben, Wohnungen suchen.

Der Kurs ist kostenlos, allerdings auf 20 Plätze begrenzt. DIe Hardware wird von der Tür an Tür – Digitalfabrik gestellt. Die Anmeldung für den ersten fit for IT-Kurs findet am 24.03.2018 um 10:00 Uhr im Café Tür an Tür, Wertachstr. 29, 86153 Augsburg, statt. Start des ersten Kurses ist eine Woche nach Ostern, am 07.04.2018 um 10:00 Uhr.

Informationsabend zur Jobsuche

Viele Geflüchtete, Helferinnen und Helfer sitzen an einer geschwungenen Tischreihe

Informationsabend für Geflüchtete in Biberach

Biberach. Wie kann ich einen Arbeitsplatz finden? Welche Ausbildungsrichtung könnte zu mir passen? Geflüchtete und Helfer*innen aus dem örtlichen Helferkreis konnten am Mittwoch im Biberacher Rathaus vieler solcher Fragen rund um das Thema Beschäftigung und Jobsuche stellen. Elena Bakare, Mitarbeiterin im BAVF-Projekt, konnte den Interessierten hilfreiche Antworten und Tipps geben. Der für das Thema „Arbeit“ zuständige Helfer Johann Ertl erklärte den Anwesenden außerdem, wie eine Lohnabrechnung funktioniert.

Zur Veranstaltung waren alle in Biberach lebenden Geflüchteten erschienen. Sie interessierten sich unter anderem dafür, wie man einen geeigneten Ausbildungsplatz findet, der mit den eigenen beruflichen Vorkenntnissen im Herkunftsland übereinstimmt. Der Abend trug für dazu bei, ihnen ein klareres Bild der Arbeitswelt in Deutschland zu verschaffen. Zu dem Informationsabend hatten das Projekt BAVF und netzwerk4A eingeladen.

netzwerk4A beim Engagier-Dich-Tag 2017

Zwei Frauen stehen an einem Tisch mit Infomaterialien

Margot Laun (netzwerk4A) und Corinna Höckesfeld (WohnProjekt Augsburg) am Engagier-Dich-Tag. Foto: Christine Lüdke

Augsburg. Studentische Initiativen der Hochschule Augsburg und zivilgesellschaftliche Organisationen kamen am Donnerstag in die „Alte Mensa“ auf dem Campus am Brunnenlech und  informierten Studierende und Mitarbeiter*innen der Hochschule an Infoständen und in Kurzvorträgen über die vielfältigen Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements. Auch netzwerk4A war wie bereits 2016 wieder mit dabei.

Margot Laun, Freiwilligenkoordinatorin im Projekt netzwerk4A, stellte hierbei schwerpunktmäßig die Angebote bei Tür an Tür in netzwerk4A vor. „Besonders interessierten sich die Studierenden für die offene Lernplattform des Lern-Cafés am Samstagmittag“, so das Fazit von Laun. Kein Wunder, sind doch die Veranstaltungspläne der Studierenden an der Hochschule äußerst voll und bieten kaum zeitliche Nischen für gesellschaftliches Engagement an Werktagen. Umso erfreulicher, dass bereits am folgenden Samstag zwei „Neue“ im Lern-Café vorbeischauten!

Café Tür an Tür: Dankeschön-Feier mit Ehrenamtlichen

Menschen sitzen in Gruppen an verschiedenen Tischen und hören einem stehenden Redner zu

Matthias Schopf-Emrich informiert die Anwesenden über kommende Herausforderungen

Augsburg/Landkreis Augsburg. Am Freitag fand im Café Tür an Tür eine Dankeschön-Feier für Ehrenamtliche statt, die sich im Landkreis Augsburg bei Tür an Tür engagieren. Seit über drei Jahren unterstützen viele Helfer*innen im Landkreis die dort untergebrachten Asylsuchenden und die anerkannten Flüchtlinge.

Neben anregenden Gesprächen und einem Austausch der Helferinnen und Helfer über die „Helferkreisgrenzen“ hinweg gab es Live-Musik aus Afghanistan. Matthias Schopf-Emrich, Leiter des Referates Migration beim Diakonischen Werk Augsburg e.V. und Leiter des Projektes netzwerk4, informierte die Anwesenden außerdem über die im Asyl- und Migrationsbereich anstehenden Herausforderungen des kommenden Jahres.

Zur Veranstaltung eingeladen hatten die beiden Freiwilligenkoordinatorinnen im Landkreis Augsburg, Laura Eder und Astrid Zimmermann. Im Namen des netzwerk4A bedanken sie sich herzlich bei allen, die sich auch in diesem Jahr wieder unermüdlich für geflüchtete Menschen im Landkreis Augsburg engagiert haben!