Schule & Universität

ffIT: IT-Kurs für zugewanderte Menschen

ffiT-Schriftzug Augsburg. Angelehnt an den EDV-Führerschein in Nordrhein-Westfalen und andere grundlegende Computerkurse haben sich Tür an Tür und das netzwerk4A Gedanken gemacht, wie ein derartiges Format für neuzugewanderte Menschen aussehen kann. Mit dem fit for IT-Kurs (kurz: ffIT) haben wir eine Kursreihe ins Leben gerufen, die grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse am Computer, Smartphone und Umgang mit dem Internet schult.

Der ffIT-Kurs besteht aus 8 Kursstunden á 90 Minuten und wird ab April 2018 an verschiedenen Samstagen von 10:00 – 11:30 Uhr im Café Tür an Tür in Augsburg durchgeführt. Der Kurs schließt mit einem ffIT-Führerschein ab. Mindestsprachniveau ist A2/B1. Organisiert werden die Kurse von netzwerk4A, Tür an Tür – Digitalfabrik und Prof. Wolfgang Klüver.

Durchgeführt wird der ffIT-Kurs auf Chromebooks mit folgenden Schwerpunkten

  • Grundlagen Computerbenutzung
  • Grundlagen Internet & E-Mail
  • Textverarbeitung
  • Datenschutz und Sicherheit

Am Ende des Kurses können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Sprache übersetzen, das Internet verwenden, Kontakt aufnehmen (E-Mail), Bewerbungsunterlagen schreiben, Wohnungen suchen.

Der Kurs ist kostenlos, allerdings auf 20 Plätze begrenzt. DIe Hardware wird von der Tür an Tür – Digitalfabrik gestellt. Die Anmeldung für den ersten fit for IT-Kurs findet am 24.03.2018 um 10:00 Uhr im Café Tür an Tür, Wertachstr. 29, 86153 Augsburg, statt. Start des ersten Kurses ist eine Woche nach Ostern, am 07.04.2018 um 10:00 Uhr.

SUB: Sportprojekt für Flüchtlingskinder

Kinder und Helfer*innen bilden gemeinsam eine menschliche Pyramide

Bei der menschlichen Pyramide ist Teamgeist gefragt

Augsburg. Jeden Freitag treffen sich Kinder aus den vier Augsburger Gemeinschaftsunterkünften in der Sporthalle der Grundschule St. Georg. Freiwillige Helfer*innen des Sportprojektes „SUB – Sport und Bewegung“ holen die Kinder aus ihren Unterkünften ab und begleiten sie nach dem Sport auch wieder dorthin zurück. Ziel des Projekts ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die Kinder mit verschiedenen Bewegungsspielen und sportlichen Aktivitäten Spaß in der Gruppe haben und nebenbei ihre sozialen Kompetenzen erweitern können.

Am Anfang eines Treffens kann jedes Kind von seinen Erlebnissen der Woche berichten. Dann gibt es ein kleines Aufwärmspiel, gefolgt von einer längeren Einheit, in der verschiedene Geräte aufgebaut und benutzt werden. Wenn am Ende wieder alle Geräte aufgeräumt sind, darf sich jede Woche ein anderes Kind ein Abschlussspiel aussuchen.

Das Angebot von SUB verbessert nicht nur das Körperbewusstsein der Kinder, die Einschätzung der eigenen Kräfte und das Gefahrenbewusstsein. In der spielerischen Auseinandersetzung mit anderen können Teamgeist, Fairness, Selbstvertrauen, Ehrgeiz und der Umgang mit Konflikten und Misserfolgen weiterentwickelt werden. Als Ausgleich zur Schulwoche steht dabei immer die Freude an der Bewegung im Vordergrund.

Geleitet wird das Projekt SUB, das im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Zusatzfaches „Bildung für zivilgesellschaftliches Engagement“ (Leitung: Dr. Christian Boeser-Schnebel) an der Universität Augsburg entstand, von den drei Gründer*innen Pia, Michael und Stefan. Alle drei studieren Erziehungswissenschaften im fünften Semester. Das Kernteam wird von weiteren Freiwilligen unterstützt, Kooperationspartner des Projekts ist das Diakonische Werk Augsburg e.V. im netzwerk4A.

Das Sportprojekt besteht seit dem Schuljahr 2016/2017. Wer sich bei SUB engagieren möchte, kann sich unter der Mail-Adresse sportundbewegung[at-zeichen]gmx[punkt]de melden.

netzwerk4A beim Engagier-Dich-Tag 2017

Zwei Frauen stehen an einem Tisch mit Infomaterialien

Margot Laun (netzwerk4A) und Corinna Höckesfeld (WohnProjekt Augsburg) am Engagier-Dich-Tag. Foto: Christine Lüdke

Augsburg. Studentische Initiativen der Hochschule Augsburg und zivilgesellschaftliche Organisationen kamen am Donnerstag in die „Alte Mensa“ auf dem Campus am Brunnenlech und  informierten Studierende und Mitarbeiter*innen der Hochschule an Infoständen und in Kurzvorträgen über die vielfältigen Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements. Auch netzwerk4A war wie bereits 2016 wieder mit dabei.

Margot Laun, Freiwilligenkoordinatorin im Projekt netzwerk4A, stellte hierbei schwerpunktmäßig die Angebote bei Tür an Tür in netzwerk4A vor. „Besonders interessierten sich die Studierenden für die offene Lernplattform des Lern-Cafés am Samstagmittag“, so das Fazit von Laun. Kein Wunder, sind doch die Veranstaltungspläne der Studierenden an der Hochschule äußerst voll und bieten kaum zeitliche Nischen für gesellschaftliches Engagement an Werktagen. Umso erfreulicher, dass bereits am folgenden Samstag zwei „Neue“ im Lern-Café vorbeischauten!

Schlüsselübergabe im Lern-Café

Neun Student*innen in einer Reihe, die zwei mittleren halten gemeinsam einen Schlüssel

Lern-Café: Schlüsselübergabe vor dem Café Tür an Tür

Augsburg. Symbolisch übergaben Maximilian Blum, Melissa Schafranek und Christian Wiethe am Samstag den Schlüssel zum Lern-Café den Studierenden des Nachfolgejahrgangs. Nach einem Jahr wöchentlichen Engagements werden sich die Student*innen des Masterstudiengangs Finance and Information Management (FIM) verstärkt ihrem Studium widmen. Gemeinsam mit Margot Laun, Freiwilligenkoordinatorin im Projekt netzwerk4A, informierten sie ihre Nachfolger*innen über Inhalte und Abläufe des Lern-Cafés sowie ihre persönlichen Erfahrungen in den letzten zwölf Monaten, die sie als „absolut positiv“ bewerteten.

Beim ersten Einsatz der „Neuen“ standen Max, Melissa und Christian natürlich mit Rat und Tat zur Seite. Und trotz des offiziellen Endes ihres studentischen Engagements wollen sie auch künftig ab und zu im Lern-Café vorbeischauen und bei Bedarf Vertretungen übernehmen.

Tausend Dank an Max, Melissa und Christian für Euer großartiges und zuverlässiges Engagement! Und herzlich willkommen dem neuen Team!

Bereits seit Beginn des Lern-Cafés im Herbst 2015 übernehmen Studierende des Masterstudiengangs Finance and Information Management an der Universität Augsburg Werbung, Organisation und Begleitung des offenen Lernangebots für Geflüchtete, das immer samstags von 12 bis 14 Uhr im Rahmen des Projekts netzwerk4A bei Tür an Tür angeboten wird.

Law Clinic informiert Geflüchtete über Vertragsrecht

Zahlreiche Menschen sitzen an einem langen Tisch, an dessen Ende eine Leinwand aufgestellt ist

Vortrag der Law Clinic

Neusäß. Wie kommt ein Vertrag zustande? Wie und wann kann ich einen Vertrag wieder kündigen? Was passiert, wenn ich meine Ratenzahlungen, hier insbesondere bei Handy- und Fitness-Verträgen, nicht leisten kann?

Diese und andere Fragen waren Thema eines Vortrages, der am Donnerstag auf Einladung des Neusäßer Helferkreises im Rathaus in Neusäß stattfand. Der Vortrag mit dem Thema „Vertragsrecht und Schadensersatzansprüche“ wurde von Studierenden der Universität Augsburg, die sich in der „Law Clinic“ engagieren, für die Geflüchteten erarbeitet. Die Zuhörer*innen wurden für das Thema sensibilisiert und auf die Bedeutung und die unter Umständen auftretenden Problematiken eines Vertragsschlusses hingewiesen.

Damit die Feinheiten der rechtlichen Fragestellungen auch von den zuhörenden Geflüchteten im Detail verstanden wurden, übersetzte ein Dolmetscher –  ebenfalls Studierender und tätig in der „Language Clinic“ der Universität Augsburg – in die Muttersprache der Anwesenden.

Das Interesse und die gestellten Fragen der zuhörenden Geflüchteten zeigten, dass  in diesem Bereich Beratung und Aufklärung wichtig sind.

Neuer Rekord im Lern-Café!

Viele Menschen sitzen in Gruppen um Tische und unterhalten sich / lernen zusammen

Das Lern-Café – so voll wie noch nie!

Augsburg. Mit 59 Teilnehmer*innen erreichte das Lern-Café am vergangenen Samstag einen neuen Rekord! Noch nie waren bei dem wöchentlichen Angebot des Projekts netzwerk4A so viele Menschen zusammengekommen, um gemeinsam zu lernen. 32 Geflüchtete und 27 Freiwillige widmeten sich zwischen 12:00 und 14:00 Uhr in Zweier-Teams und Kleingruppen den Grundlagen der deutschen Sprache, aber auch der Mathematik.

Der Rekord erfüllt auch die Studierenden des Masterstudiengangs „Finance und Information Management“ an der Universität Augsburg mit Stolz. Seit Beginn des Lern-Cafés im Herbst 2015 betreut jeweils eine Studierendengruppe des Studiengangs das samstägliche Lern-Café vor Ort im Café Tür an Tür.

Do it! – Gerne in netzwerk4A!

Menschen sitzen in Gruppen zusammen an Tischen und lernen gemeinsam

Freiwillige unterstützen Flüchtlinge im Lern-Café

Augsburg. 17 Studierende der Universität Augsburg engagieren sich im Wintersemester 2017/2018 im Projekt netzwerk4A – für mindestens 40 Stunden. Nach der Auftaktveranstaltung des Programms „Do it!“ am Dienstag an der Universität Augsburg entschieden sich 13 Studierende das Deutsch-Café bzw. das Lern-Café, vier Studierende die Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder und eine Studierende die Deutschkurse zu unterstützen.

„Do it!“ ist ein Programm des Career Service der Universität Augsburg, das Studierende ermuntern möchte, sich gemeinnützig zu engagieren, aber auch zu reflektieren, was sie im Freiwilligeneinsatz sowohl persönlich als auch für ihr weiteres Studium und für ihre Berufswahl lernen.

Schon die beiden Projekte „first steps“ und „Beratungs- und Integrationszentrum für Augsburg und Schwaben“, Vor- und Vorvorgängerprojekt von netzwerk4A, beteiligten sich am Programm „Do it!“.

Schüler*innen informieren sich über Engagement für Geflüchtete

Drei Mädchen, ein junge und eine Frau sitzen um einen Tisch

Für Engagement ist’s nie zu früh!

Augsburg. Am Mittwoch waren vier Schüler*innen des Peutinger-Gymnasiums Augsburg zu Besuch im Cafe Tür an Tür, um sich über die Aufgaben, Inhalte und Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements für Asylsuchende im Projekt netzwerk4A und beim Verein Tür an Tür zu informieren. Der Besucht fand im Rahmen eines sozialen Projektes an der Schule statt.

Die Schüler*innen hatten einen umfangreichen Fragenkatalog vorbereitet und interessierten sich für alle Aspekte des freiwilligen Engagements. Insbesondere die Frage des Alters beschäftigte die Gruppe aus der 8. Jahrgangsstufe: „Wie alt muss man sein, um sich als freiwilliger Helfer engagieren zu können?“.

Astrid Zimmermann, Freiwilligenkoordinatorin in netzwerk4A für den Landkreis Augsburg, stand ausführlich Rede und Antwort – und hatte auch eine gute Nachricht: Für Engagement ist’s nie zu früh, bereits Jugendliche können sich in der Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder einbringen, die im netzwerk4A in vier staatlichen Gemeinschaftsunterkünften in Augsburg angeboten wird.