Familien & Kinder

Nachmittagsbetreuung in der Berliner Allee startet – Freiwillige gesucht!

Ein mit Buntstiften gefülltes Mäppchen Augsburg. Die neue Nachmittagsbetreuung des Diakonischen Werkes in der Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee beginnt am heutigen Montag. Kinder aller Jahrgangsstufen erhalten dort Hilfe bei ihren Hausaufgaben.

Bereits jetzt wurden zehn Kinder zur Nachmittagsbetreuung angemeldet. Die meisten von ihnen kommen aus dem Irak und der Türkei. Die Betreuung in der Gemeinschaftsunterkunft wird vorerst montags, mittwochs und freitags für jeweils zwei Stunden stattfinden. Wer seine Aufgaben erledigt hat, kann die restliche Zeit spielen.

Freiwillige Unterstützer*innen gesucht!

Aktuell engagieren sich in der Nachmittagsbetreuung in der GU Berliner Allee drei ehrenamtliche Helfer*innen. Um das Betreuungsverhältnis zu verbessern, sucht das Diakonische Werk Augsburg e.V. weitere Freiwillige! Interessierte wenden sich bitte an Verena Weber, die sie telefonisch unter der Nummer 08 21/ 56 75 39 49 oder per Email an weber.v[at]diakonie-augsburg.de erreichen.

Zirkuscamp in den Osterferien

Mehrere Kinder bilden eine Kette, in der Mitte steht ein Kind auf dem Rücken zwei anderer Kinder; weitere Kinder liegen davor

Vorführung am letzten Tag des Camps

Augsburg. 40 Kinder haben am diesjährigen Zirkuscamp des netzwerk4A und des Stadtjugendrings teilgenommen. In den Osterferien konnten die Kinder vier Tage lang ihren artistischen und akrobatischen Vorlieben nachgehen, mittags wurde gemeinsam in der Gruppe gegessen.

Bei frühsommerlichen Temperaturen konnten die Kinder jonglieren, auf einem Seil oder einer Kugel balancieren, Einrad fahren, tanzen sowie Akrobatik und die Kunst des Diabolo, Poi, Tellerdrehens und der Clownerie erlernen. Betreut und angeleitet wurden sie von zwei Repräsentanten des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV), zwei professionell ausgebildeten Clowns und einer Vielzahl an Betreuer*innen von netzwerk4a und dem Stadtjugendring.

Die Hälfte der am Zirkuscamp teilnehmenden Kinder kam aus den Gemeinschaftsunterkünften in Augsburg. Der Rest nahm über Tschamp, dem Ferienprogramm des Stadtjugendrings, am Zirkuscamp teil. Ihre neuen Fähigkeiten durften die Kinder am letzten Veranstaltungstag vor einem aus Freund*innen und Familien bestehenden Publikum zur Schau stellen.

Gesucht: Unterstützer*innen in der Nachmittagsbetreuung in der GU Berliner Allee

Augsburg. Zum Aufbau einer Nachmittagsbetreuung in der Familienunterkunft/Gemeinschaftsunterkunft (GU) Berliner Allee suchen wir ehrenamtliche Unterstützer*innen! Ihr Engagement umfasst 2 bis 2,5 Stunden an einem Tag der Woche während der Schulzeiten. Schwerpunkt ist die Unterstützung der Flüchtlingskinder bei den Hausaufgaben. Während der Ferienzeiten planen und unterstützen Sie Freizeitaktionen entsprechend Ihrer Interessen und Möglichkeiten.

Wissenswertes und Praktisches erfahren Sie unverbindlich am Informationsabend zum Aufbau einer Nachmittagsbetreuung in der GU Berliner Allee am Donnerstag, 12.04.18, um 18:00 Uhr im Gemeindesaal St. Andreas, Eichendorffstraße 41, 86161 Augsburg.

Update: Für Interessierte findet am 26. April, 18 Uhr ein zweiter Informationsabend statt!

Hintergrund:
Im Juli 2017 wurde damit begonnen, die Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee zu belegen. Aktuell leben dort 92 Personen aus 13 Nationen, u.a. aus Syrien, Iran, Irak, Pakistan sowie Nigeria, Sierra Leone, Aserbaidschan, Armenien und Russland. Die Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee, ist eine Familienunterkunft, ca. 30% der Bewohner*innen sind Kinder. Zurzeit  leben 20 Schulkinder im Alter zwischen 6 und 16 Jahren in der Gemeinschaftsunterkunft Berliner Allee, aber nicht jedes Kind hat einen Platz in bereits etablierten Nachmittagsangeboten gefunden.

Daher soll vor Ort eine Nachmittagsbetreuung zur individuellen Unterstützung bei Hausaufgaben aufgebaut werden. Das Diakonische Werk Augsburg kann hierbei auf eine mehr als 25-jährige Erfahrung in der Begleitung und Betreuung von Schulkindern aus Flüchtlingsfamilien zurückblicken. Im Rahmen des Projekts netzwerk4A bietet das Diakonische Werk Augsburg derzeit in vier Familienunterkünften Nachmittagsbetreuung an.

Kontakt:
Alicia Hagins, Asylsozialberatung GU Berliner Allee, Diakonisches Werk Augsburg e.V.
Tel (01 73) 2 18 00 20, Mail hagins.a[at]diakonie-augsburg[punkt]de

Treffen ehemaliger Asylbewerber*innen

Menschen sitzen bei Kaffee und Kuchen zusammen an einem Tisch

Ehemaligentreffen mit dem Helferkreis Altenmünster

Altenmünster. Zu einem Ehemaligentreffen der besonderen Art hatte der Helferkreis Altenmünster am Samstagnachmittag ins Katholische Pfarrheim nach Altenmünster eingeladen: Ehemalige Bewohner*innen der dezentralen Asylbewerberunterkunft in Gaisweiler, einem Ortsteil von Altenmünster, kamen auf Einladung des Helferkreises aus dem ganzen Landkreis Augsburg zu einem Wiedersehenstreffen zusammen. Bei Tee und Plätzchen nutzten sie die Gelegenheit, um sich mit ehemaligen Mitbewohner*innen und den Helfer*innen auszutauschen. Besonders erfreulich war, wie sich vor allem die Deutschkenntnisse der Schulkinder ungemein verbessert haben, während sich für viele der Erwachsenen Perspektiven in Beruf und Ausbildung ergeben haben. Es war ein schöner Nachmittag im Zeichen gelingender Integration.

SUB: Sportprojekt für Flüchtlingskinder

Kinder und Helfer*innen bilden gemeinsam eine menschliche Pyramide

Bei der menschlichen Pyramide ist Teamgeist gefragt

Augsburg. Jeden Freitag treffen sich Kinder aus den vier Augsburger Gemeinschaftsunterkünften in der Sporthalle der Grundschule St. Georg. Freiwillige Helfer*innen des Sportprojektes „SUB – Sport und Bewegung“ holen die Kinder aus ihren Unterkünften ab und begleiten sie nach dem Sport auch wieder dorthin zurück. Ziel des Projekts ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die Kinder mit verschiedenen Bewegungsspielen und sportlichen Aktivitäten Spaß in der Gruppe haben und nebenbei ihre sozialen Kompetenzen erweitern können.

Am Anfang eines Treffens kann jedes Kind von seinen Erlebnissen der Woche berichten. Dann gibt es ein kleines Aufwärmspiel, gefolgt von einer längeren Einheit, in der verschiedene Geräte aufgebaut und benutzt werden. Wenn am Ende wieder alle Geräte aufgeräumt sind, darf sich jede Woche ein anderes Kind ein Abschlussspiel aussuchen.

Das Angebot von SUB verbessert nicht nur das Körperbewusstsein der Kinder, die Einschätzung der eigenen Kräfte und das Gefahrenbewusstsein. In der spielerischen Auseinandersetzung mit anderen können Teamgeist, Fairness, Selbstvertrauen, Ehrgeiz und der Umgang mit Konflikten und Misserfolgen weiterentwickelt werden. Als Ausgleich zur Schulwoche steht dabei immer die Freude an der Bewegung im Vordergrund.

Geleitet wird das Projekt SUB, das im Rahmen des erziehungswissenschaftlichen Zusatzfaches „Bildung für zivilgesellschaftliches Engagement“ (Leitung: Dr. Christian Boeser-Schnebel) an der Universität Augsburg entstand, von den drei Gründer*innen Pia, Michael und Stefan. Alle drei studieren Erziehungswissenschaften im fünften Semester. Das Kernteam wird von weiteren Freiwilligen unterstützt, Kooperationspartner des Projekts ist das Diakonische Werk Augsburg e.V. im netzwerk4A.

Das Sportprojekt besteht seit dem Schuljahr 2016/2017. Wer sich bei SUB engagieren möchte, kann sich unter der Mail-Adresse sportundbewegung[at-zeichen]gmx[punkt]de melden.

Flüchtlingskinder besuchen Römisches Museum

Augsburg. Die Grundschulkinder der Mittagsbetreuung des Springergässchens können seit diesem November monatlich das Römische Museum im Zeughaus besuchen. Möglich macht das die Kunst- und Kulturvermittlung der Stadt Augsburg unter der Leitung von Manuela Wagner.

Bei den ersten zwei Besuchen wurden die Kinder auf spielerische Weise dazu ermuntert, sich in die Rolle und das Leben der alten Römer hineinzuversetzen. Sie konnten sich selbst als Römer*innen verkleiden, um zu sehen, wie ein*e typische Römer*in damals aussah. Außerdem lernten sie, wie sich die Menschen in Rom ernährten – und durften auch selbst ein paar römische Speisen probieren.

Eines der letzten großen Themen waren Mosaikbilder, die betuchte Römer an ihre Wände meißeln ließen. Diese haben die Kinder mithilfe von Tonpapier nachgebastelt, so dass jedes Kind ein eigenes Andenken an die römischen Mosaikkunst mit nach Hause nehmen konnte. Es ist erstaunlich, wie viel Wissen sich junge Köpfe aneignen und merken können, wenn sie sich mit Spaß und Begeisterung einer Sache widmen.

Wir danken der Stadt Augsburg für ihre Unterstützung freuen uns schon auf die nächsten Termine im Römischen Museum!

Ausflug in den Botanischen Garten und den Siebentischwald

Zwei Kinder knien auf einer Wiese vor einer Karte

Mit Kompass und Karte auf Geheimmission im Siebentischwald

Augsburg. Dank eines Angebots der Umweltstation Augsburg konnten am Donnerstag etwa 20 Kinder aus den Gemeinschaftsunterkünften Schülestraße, Windprechtstraße und Ottostraße den Botanischen Garten und den Siebentischwald besuchen. Die Kinder wurden vor Ort nach Alter getrennt: die neun Erst- bis Drittklässler nahmen im Botanischen Garten an der Führung „Natur mit allen Sinnen“ teil, die älteren Kinder gingen in den Siebentischwald, wo eine Natur-Rally veranstaltet wurde.

Im Botanischen Garten bastelten die Kinder bei trockenem Wetter Ketten aus Holunderstrauch-Ästen. Außerdem konnten sie ihr Echo im sogenannten Echo-Stein bestaunen. Danach spazierten alle zum kleinen See im Japan-Garten und versuchten anschließend, mit einem an einem Faden befestigten Holzstück das Summen der Bienen nachzuahmen. Nach ein paar Versuchen brachten alle Kinder ein gleichmäßiges Bienensummen zustande. In der dritten und letzten Stunde des Ausflugs durften die Kinder ihre restliche noch vorhandene Energie am Spielplatz des Botanischen Gartens aufbrauchen.

Die älteren Kinder nahmen unterdessen an einer Natur-Rally im Siebentischwald teil. Alle zusammen mussten in einer Geheimmission versuchen, den magischen Stein aus den Händen des Bösen zu befreien! Um allerdings die Karte lesen zu können, mussten die Kinder erst lernen, zu schleichen wie ein Indianer und einen Kompass zu lesen, um in die richtige Richtung zu gehen. Gemeinsam meisterte die Gruppe mehrere Hürden, um nach drei Stunden den Stein wieder in die Hände der Guten zu legen. Während der Rallye durch den Wald gab es noch mehrere attraktive Klettermöglichkeiten, die einige der Kinder sehr gerne nutzten.

Ziel des Tages war, den Kindern die Natur auf eindrückliche und vielfältige Weise näher zu bringen – was bestens gelang. Die Kinder (und auch ihre Begleiter*innen) waren begeistert und haben noch tagelang von dem Ausflug geredet. Außerdem haben sie tolle Ketten mit nach Hause genommen – nicht zu vergessen ihre neuen Summ-Spielzeuge, mit denen sie Bienen imitieren können.

Do it! – Gerne in netzwerk4A!

Menschen sitzen in Gruppen zusammen an Tischen und lernen gemeinsam

Freiwillige unterstützen Flüchtlinge im Lern-Café

Augsburg. 17 Studierende der Universität Augsburg engagieren sich im Wintersemester 2017/2018 im Projekt netzwerk4A – für mindestens 40 Stunden. Nach der Auftaktveranstaltung des Programms „Do it!“ am Dienstag an der Universität Augsburg entschieden sich 13 Studierende das Deutsch-Café bzw. das Lern-Café, vier Studierende die Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder und eine Studierende die Deutschkurse zu unterstützen.

„Do it!“ ist ein Programm des Career Service der Universität Augsburg, das Studierende ermuntern möchte, sich gemeinnützig zu engagieren, aber auch zu reflektieren, was sie im Freiwilligeneinsatz sowohl persönlich als auch für ihr weiteres Studium und für ihre Berufswahl lernen.

Schon die beiden Projekte „first steps“ und „Beratungs- und Integrationszentrum für Augsburg und Schwaben“, Vor- und Vorvorgängerprojekt von netzwerk4A, beteiligten sich am Programm „Do it!“.

Feier am Tag des Flüchtlings – zweites „Herbstfest am Senkelbach“ lockt zahlreiche Besucher

Ein Backstein-Gebäude an einem Kanal

Das zib am Senkelbach

Augsburg. Zum zweiten Mal fand am Samstag das „Herbstfest am Senkelbach“ statt. Bei schönstem Wetter wurde viel geboten: ein Bühnenprogramm mit unterschiedlichen Musikern und Musikrichtungen, Straßenmusik, ein umfangreiches Kinderprogramm mit Schminken, Henna-Tattoos und Seifenblasen, ein Straßenflohmarkt, ein Kicker-und Tischtennisturnier, eine Vernissage, eine Diskussionsrunde sowie eine Lesung.

Für das leibliche Wohl sorgte diesmal das BOB’s. Es kamen zahlreiche Besucher, um den Tag des Flüchtlings zu feiern. Veranstaltet wurde das Fest von Tür an Tür in Zusammenarbeit mit der Asylsozialberatung, der Hausleitung und des Unterstützerkreises der GU Ottostraße, dem Quartiersmanagement Rechts-der-Wertach, der Umweltstation Augsburg, dem Stadtjugendring mit der OASE, der Feuerwehr sowie dem netzwerk4A.

Studierende musizieren mit Flüchtlingskindern

ein kleiner Junge dirigiert eine Gruppe aus Kindern und Studierenden

Studierende und Flüchtlingskinder singen gemeinsam bei einer Aufführung im Wintersemester 2016/17

Augsburg. Bereits zum dritten Mal besuchten auch im Sommersemester 2017 fünf Studierende der Elementaren Musikpädagogik des Leopold-Mozart-Zentrums unter der Supervision von Ingrid Hausl einmal wöchentlich die Nachmittagsbetreuung in der Gemeinschaftsunterkunft Schülestraße. Mit Liedern, Rhythmen, Gruppenspielen und Instrumenten brachten sie den Flüchtlingskindern durch die Musik ein wenig Abwechslung in ihren Alltag. Dabei standen Spaß und elementares musikalisches Erleben im Vordergrund. Ebenso wurde jedoch auch Wert auf das Miteinander, die Schulung der Aufmerksamkeit, das Wahrnehmen und Einhalten von Strukturen sowie auf das Zuhören gelegt.