Ein Jahr netzwerk4A – Projekt zieht Zwischenbilanz

Pfarrer Graßmann, Diakonisches Werk Augsburg, begrüßt die Anwesenden

Pfarrer Graßmann, Diakonisches Werk Augsburg, begrüßt die Anwesenden

Augsburg. Das netzwerk4A blickt auf das erste Projektjahr zurück. Am Freitag feierten hauptamtliche MitarbeiterInnen, Freiwillige und Träger im Café Tür an Tür das einjährige Bestehen des Projekts. Es handelte sich zudem um die offizielle Auftaktveranstaltung des netzwerk4A. Diese war ursprünglich für den Herbst 2015 geplant, aufgrund des damals großen Andrangs von Asylsuchenden jedoch verschoben worden.

Ziel des netzwerk4A ist es, Flüchtlingen bei ihren ersten Schritten in Augsburg und den umliegenden Landkreisen mit Informationen, Beratungs- und Begleitungsangeboten zur Seite zu stehen.

Pfarrer Fritz Graßmann, Vorstand des Diakonischen Werks Augsburg, begrüßte die Anwesenden. Er lobte, „dass das netzwerk4A nicht nur in Augsburg verschiedene Akteure und Aufgabengebiete im Bereich der Flüchtlingsarbeit vernetzt, sondern auch die Stadt und die beiden Landkreise“. Auch Dr. Stefan Kiefer, Bürgermeister und Sozialreferent der Stadt Augsburg, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Die Stadt beteilige sich „aus tiefer Überzeugung“.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Präsentation der zahlreichen Arbeitsfelder im netzwerk4A durch die MitarbeiterInnen. Dazu gehören unter anderem die Erstinformation im zib (Zentrum für interkulturelle Beratung), die rechtliche Beratung durch die Law Clinic, die Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern, die Deutschkurse und die Freiwilligenkoordination. Im Anschluss konnten die BesucherInnen den hauptamtlichen und freiwilligen MitarbeiterInnen an Thementischen vor dem Café Fragen stellen.

Derzeit kann etwa die Hälfte aller Asylsuchenden mit einem Schutzstatus rechnen. „Eine gute Aufnahme und Unterstützung vom ersten Tag an sind die Basis für eine gelungene Integration“, erklärte Matthias Schopf-Emrich, Projektleiter des netzwerk4A. Von der Politik wünschte er sich eine raschere Bearbeitung der Asylanträge und eine Vereinfachung des Familiennachzugs.